Die Einbeziehung des Amateurfunks in den Katastophenschutz

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Die Einbeziehung des Amateurfunks in den Katastophenschutz

Beitragvon DO1JSA » Mi 14. Dez 2016, 14:01

Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine kleine Anfrage von "Die Linke" folgendermaßen zu diesem Thema Stellung genommen:
Frage Nr. 17
Inwieweit berücksichtigt die Bundesregierung bei der Planung zur Bewältigung von Katastrophen- und Krisenlagen den Amateurfunkdienst als Kommunikationsdienst und welchen Stellenwert nimmt er ein?
Antwort:
Der Amateurfunkdienst ist kein Bestandteil der Planungen der Bundesregierung zur Bewältigung von Katastrophen- und Krisenlagen. Das BMI selbst verfügt in seiner IKT nicht über Amateurfunk und plant dies auch nicht.

Hieraus ergibt sich, daß jede Zusammenarbeit mit Behörden der BRD in hinblick auf Notfunk völlig obsolet ist.

Wir sollten also wirklich einmal darüber nachdenken ob ein Notfunk von Mensch zu Mensch nicht sinnvoll wäre.

Das gesammte Frage- und Antwortdokument findet Ihr hier http://do1jsa.de/bilder/18-10367.pdf
Insbesondere die Fragen 17 bis 19 sind bezüglich des Notfunks interessant.

73, Jürgen
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Re: Die Einbeziehung des Amateurfunks in den Katastophenschu

Beitragvon DH3RW_Werner » Mi 14. Dez 2016, 15:04

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Danke Jürgen für die Info.
Offensichtlich hat jemand - von wenig Wissen belastet - geantwortet, der das Amateurfunk-Gesetz nicht kennt.

Dort steht unter:
§ 5 Rechte und Pflichten des Funkamateurs

. . . . . . . .
(5) Der Funkamateur darf nur mit anderen Amateurfunkstellen Funkverkehr abwickeln.
Der Funkamateur darf Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, für und an Dritte nicht übermitteln.
Satz 2 gilt nicht in Not- und Katastrophenfällen.

Wir sollten trotzdem auf den Notfall vorbereitet sein, wenn auch die staatl. Stellen nicht mit uns rechnen.
Bei einem Strom-Ausfall von 1 Woche oder länger werden uns die Politiker hinterher sicher erklären, dass niemand mit einem so langen Ausfall rechnen konnte. ( ... da bisher noch nicht vorgekommen )

Wie weit man mit z.Zt. 2 h oder geplanten 72 Stunden Überbrückungszeit kommt, wird sich bei einem längeren BlackOut negativ zeigen.
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DH3RW_Werner
 

Re: Die Einbeziehung des Amateurfunks in den Katastophenschu

Beitragvon DO1JSA » Do 15. Dez 2016, 12:35

Der Witz mit dem von Dir zitierten § 5 ist, daß er nur auf Amateurfunkfrequenzen zutrifft.
Für uns als Experten für Funktechnik unter den Privatpersonen sollte es doch mindestens einen Gedanken Wert sein auch über die Benutzung von Frequenzen und wenn es denn unbedingt sein muß auch Geräten des Jedermannfunks nachzudenken, oder ist uns das nicht würdig?

Es ist notwendig sich auf die eigenen Kräfte zu besinnen und die Behörden der BRD, ihre eigenen Sachen machen zu lassen.
Allerdings verrät mir die Reaktion auf diesen Post Einiges über die Denkweise in unseren Reihen.
73, Jürgen
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